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Gibt es ein universelles Prinzip, um die Wirklichkeit / Realität zu erfassen?

Seit Jahrtausenden versucht der Mensch Wirklichkeit bzw. Realität zu erfassen und ein universelles Prinzip aufzudecken, das für die Entstehung dessen, was ist und wie es ist verantwortlich ist.

Am Anfang waren es ausschließlich Kräfte und Energien, die wahrgenommen wurden und Götter, die dafür verantwortlich waren.

Von zunächst vielen Göttern, häufig einem Gottvater und/oder Gottmutter entstammend, ging man irgendwann zu einer Gottheit über. Dies gab der Kultur und der Wissenschaft die prägende Vorstellung jede Wirkung habe eine Ursache in Form von Kräften und es gäbe einen Schöpfer, der dies alles in Gang gesetzt habe, steuere und lenke. 

Mit Newton erreichte diese Phase im vorletzten Jahrhundert den Höhepunkt, alles über ein Ursache-Wirkprinzip erklären zu können. Die „modernen“ Wissenschaftler versuchen in diese sehr statisch ausgerichtete Gesetzmäßigkeit ein dynamisches wie kinetisches Moment hineinzubringen und die ausschließliche Kraft- bzw. Energiegedanken als Wirk- bzw. Ursachenprinzip durch die Begriffe Information, Kommunikation und Selbstordnungsfähigkeit zu ergänzen. 

Gott im Sinne des Schöpfers (Erschaffenden) wurde als eine bis heute offene Frage mit jeder neu entdeckten sich selbst erzeugenden und steuernden Ebene, die sich aus den homöodynamisch-kinetischen wie evolutionären Eigenschaften der Natur ableiten ließen, auf die nächst höhere Ebene verschoben.

Die wesentliche Erkenntnis der heutigen Naturwissenschaft besteht somit darin, dass die Beschreibung von Realität und erst recht von Lebendigkeit nicht ausschließlich mit den bekannten Kräfte bzw. Energien möglich sein kann, da dass bis dahin geltende Ursache-Wirkprinzip immer nur einen Teilaspekt der Realität und Lebendigkeit in einem nur relativ kleinem RaumZeit-Fenster wiedergeben konnte.

Leider führte diese Erfahrung zur Spaltung in der Wissenschaft bei der Suche nach Gott bzw. einer universellen Formel, die die Entstehung der Welt / des Universums erklären sollte:

Einige Wissenschaftler blieben bei dem Versuch ein mechanistisches Weltbild aufzubauen und verfolgen den Laplace’schen Dämon, ein hypothetisches Wesen, aufzuspüren weiter. Sie zerlegen das komplexe Gesamtgeschehen der Realität fortgesetzt in die partikulären Einzelgeschen, mit dem Ziel am Ende aufgereiht wie auf einer Perlenschnur alle Ereignismöglichkeiten zu kennen und vor allem vorhersagen zu können.

Das betörende an Newton’s Vorstellung war, dass nicht allein der Dämon, sondern im Prinzip jeder Mensch einen Teil dieses Programms realisieren kann. Das Programm verspricht, die Menschheit könne dieses dämonische Wissen, diese Sicherheit bezüglich der eigenen Welt aus eigener Kraft in Besitz nehmen
Eine Konsequenz dieses Glaubens (entgegen dem religiösen Glauben: Ich lasse etwas los und weiß, dass ich es so wieder zurück erhalte, wie es für mich richtig ist, um zu leben/zu überleben, es verwandelt mich: Evolution) ist die moderne Informations-gesellschaft:


Bis heute ist es beim Glauben geblieben, der aber zunehmend anfängt zu bröckeln. Es lassen sich nämlich für diese Annahme zwei Schwachstellen aufdecken:

  1. Die Quantenmechanik, die besagt, dass es zwar Bahnen geben kann, aber auch gleichzeitig Wirkungen ohne plausible Ursache, sogennante „Fernwirkungen“, die im Nachfolgenden als Austauschkräfte bezeichnet werden, die sich tauschen, wenn das Teilchen seine virtuelle Natur (Wellennatur) im Verlauf seines spezifischen Rhythmus annimmt. Dies führt zu dem, was auch als Unschärferelation bekannt geworden ist. Bisher glaubt man, dass diese Unschärferelation nur auf die atomare bzw. molekulare Ebene zutreffend sei. Es gibt heute aber bereits Stimmen, die dies auch auf die makroskopische Ebene ausdehnen wollen. Dahinter steckt die Annahme, dass jeder Teil eines Ganzen mit jedem anderen Teil des Ganzen und mit dem Ganzen als solches in ständigem Austausch steht – Austausch sowohl im Sinne von Kraft und Energie wie aber auch von Kommunikation bzw. Information gedacht, um so eine Sich-Selbstordnung (Heilung) wie Evolution aufzubauen und zu erhalten.
  2. Seine Messungen lässt der Physiker letztlich immer in einem abgeschlossenen Raum stattfinden. Damit begibt sich der Physiker letztlich einerseits bei seinen Messungen unter eine Glasglocke, bleibt aber andererseits auch gleichzeitig Teil der Welt und damit auch sein Denken und Wirken. Er überträgt die klassisch-physikalische Sichtweise auf den Beobachter und sein Gehirn. In letzter Konsequenz führt dies zu einem Konflikt. Das Gehirn des Beobachters kann bzw. wird heute selbst zum Gegenstand der Wissenschaft. Es ist möglich geworden die Aktivität des Gehirns während der Beobachtung des Objektes zu registrieren. Damit aber wird das erkennende Subjekt, das Ich des Descartes, selbst ein Gegenstand der Naturwissenschaft unter vielen anderen. Die physikalische Beobachtung des erkennenden Subjekts macht das Ich als Objekt anzweifelbar. Decart’s Trennung ist damit aufgehoben und seine erste Sicherheit, sein unbezweifelter Ausgangspunkt ist verloren.

Den anderen Naturwissenschaftlern wurde bewusst, dass mit den Begriffen Kraft und Energie dass Moment des Erzeugenden nicht alleine darstellbar war. Für sie musste etwas dazu kommen, dass mit den Begriffen Kommunikation, Information, Gedächtnis, Selbstordnungsfähigkeit, Evolution im Sinne von Akkommodation (Adaptation, Assimilation) belegt werden konnte und an der Entstehung einer „intelligenten“ Bewegung, d.h. einer Bewegung mit immanenten Logik, beteiligt war. Dieses „Etwas“ sollte die bekannten und in der Realität ja auch messbaren Größen Kraft bzw. Energie verursachen wie umgekehrt durch diese Größen verursacht werden.

Den Begriff Bewegung als dynamisch-kinetischen aber auch zur Evolution fähigen Aspekt, übersetzt der Grieche mit dem Wort: rhythms mit dem Stamm rhéein aus dem sich für uns heute das Wort Rhythmus ableitet. Mit Rhythmus wird einerseits das Bleibende (Kosmos) andererseits das sich Ändernde (Evolution im Sinne von Akkommodation, Adaptation, Assimilation) ausgedrückt, d.h. etwas was ständig im Fluss ist, sich ändern sich anpassen kann. Um sich aber ändern zu können muss das Bleibende in seinen chaotischen (aufgelösten) Zustand überführt werden. Dies verursacht eine Kraft von Außen bzw. im Inneren des Kosmos. Chaos und Kosmos werden dadurch einerseits als sich wiederholend andererseits als etwas Gleiches (Chaos = aufgelöster Kosmos, Kosmos = eingefrorenes Chaos) gegenüber stellt. Das Veränderte besitzt nach dem Wiederaufbau eine höchstmögliche Ähnlichkeit zu seiner vorhergehenden kosmischen Natur.

Ausführlicher Bericht: Gibt es ein Universalprinzip zur Realitätserfassung? (hohe Qualität PDF 5,3 MB) 

Ausführlicher Bericht: Gibt es ein Universalprinzip zur Realitätserfassung? (Online Qualität PDF 2,6 MB)