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Persönlichkeiten in der Stimme

Grundtypus und Stresstypus als Produkt von Konstitution, Kondition und Konditionierung

Krankheit: „Ein verlorenes Selbst bzw. Ich?“

Vorwort:

Es war Sokrates Ausspruch: „Sprich zu mir, das ich sehe, wer Du bist“ und die Erfahrung, die ich als Arzt im Umgang mit Menschen/Patienten gemacht habe, die mich neugierig machten über die Stimme zu sehen, wer der Mensch, der da vor mir steht, wirklich ist, welche Eigenschaften er hat, ob er gesund oder krank ist, etc.. Es ist aber auch die Erfahrung jeder Mutter, eines jeden von uns, dass wir in der Stimme sehen (hören), ob es dem Kind, dem Anderen gut oder schlecht geht, ob er aggressiv, ängstlich, panisch, etc. ist.

Mit Sokrates begonnen und noch heute in der Phonologie/Logopädie fortgesetzt, wird das Ohr des Untersuchers bzw. Behandlers trainiert  quasi zu sehen, was den zu Behandelnden tatsächlich bedrückt.

Sokrates und die Phonologen wie Logopäden sahen das „Kranke“ zunächst nur im Zusammenhang mit einem zu verbessernden schlechten Stimmausdruck zu rhetorischen Zwecken, den es zu trainieren galt, waren sich aber bereits bewusst, dass dies nicht optimal möglich war, ohne das Kranke im Menschen zu beseitigen.

Mir wurde wie es sonst jeder Mutter bewusst wird, dass die Stimme selbst durch eine bewusste Lüge nicht so verstellbar war, dass nicht die wirkliche Persönlichkeit, die tatsächlichen typologischen Eigenschaften, Gesund- oder Kranksein zu verbergen waren. Es war immer alles so zu sehen, wie es tatsächlich war. Was lag somit näher als mit Hilfe eines Rechners zu versuchen, dies auch in einem Diagramm objektiv darzustellen und zu dokumentieren.

Ziel sollte es sein, eine Typendarstellung zu bekommen, die unabhängig von der Situation, einer subjektiven Fragebogenbeantwortung und frei von der Beurteilung eines Dritten objektiv und unverfälscht erkennen lässt:

  1. Wer ist der, der da vor mir steht eigentlich?
  2. Was sollte er für Eigenschaften haben?
  3. Welche Eigenschaften davon sind ihm aber „wegtrainiert“ worden, durch Erlebnisse „abhanden“ gekommen?
  4. Was steckt tatsächlich hinter, besser in der, morphologisch-strukturellen Pathologie, die man als Krankheit bezeichnet?
  5. Ist Krankheit wirklich nur eine definierbare morphologisch-strukturelle Pathologie, oder ist sie nicht unter Umständen die zur Struktur gewordene Veränderung der Persönlichkeit?
  6. 6.Steckt damit in der Krankheit somit die Gesamtheit dessen, was als Konstitution, Kondition und Konditionierung heute im Zusammenhang mit Krankheit gebracht wird?
  7. Wenn ja, ändert das die Stimme so, dass ich in Umkehrung aus der Stimme sehen kann, wie und wann ihn eine Erfahrung so geändert hat, dass er krank geworden ist bzw. dabei ist krank zu werden?

Emotional-funktionelle Diagnostik

Die Idee, mit Hilfe der Stimme eine objektive emotional-funktionelle, medizinische Diagnostik und Psychosomatik aufzubauen war damit geboren. Anders als bisher sollte diese Psycho-Somatik neben einer rein emotional-morphologisch-strukturellen Sichtweise zusätzlich unter den Aspekten der Homöodynamik und Homöokinik des Organismus in Folge seiner Kommunikation mit Sich selbst und der Umgebung betrachtet bzw. analysiert werden.

Geboren war aber auch, mit Hilfe der Stimmfrequenzanalyse ein objektives diagnostisches System zu  bekommen, das Krankheit mit Persönlichkeitsmerkmale verbinden hilft. Krankheit wäre so als das „Fremde-Ich“ im „Ich“ bzw. das „Du“ im „Ich“ zu identifizieren, die Gestalt einer pathologischen Morphologie/Struktur angenommen haben und so im Organismus lebendig und zu ihm zugehörig geworden sind. Gesund werden kann dann letztlich nur der Mensch, der bereit ist das „Fremde-Ich“ zu entfernen und wieder das „Eigene-Ich“ zu leben. Das dies oft aber ein sehr unbequemer Weg sein kann soll uns der Inhalt des Buches darstellen. In jedem Fall muss die Angst vor der Angst, die Angst vor dem Schmerz und die Angst vor der Angst und dem Schmerz überwunden werden und das mit einem Körper/Organismus, der leider immer wieder versucht den Weg des geringsten Widerstandes geht und einen möglicht geringen Aufwand an Energie zu haben. Der Energieaufwand ist zwar zu nächst geringer. Mit Zunehmender Umsetzung des Fremden-Ichs in eine strukturelle Form, d.h. das Fremde-Ich zu einer Struktur von mir wird, wird der Energieaufwand zur Verfestigung immer größer. Das fatale dabei ist, dass dazu immer mehr Struktur des eigenen, tatsächlichen Ichs abgebaut und in freie Energie verwandelt werden muss und so das eigene, tatsächliche Ich verschwindet und das Fremde-Ich immer mehr Platz in mir einnimmt. Aus einer zunächst gewinnbringenden Symbiose, die dem Eigenen-Ich beim Überleben geholfen hat wird so auf einmal ein übermächtiges, schmarotzendes „Fremdes-Ich“.